© Martin Elsbroek
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Wortkunst


Im Zentrum des Streits um die Gender Studies steht die Frage nach deren Wissenschaftlichkeit und Relevanz. Beides wird in der öffentlichen Debatte mit unterschiedlichen Begründungen massiv in Zweifel gezogen. In meinem Buch gehe ich sowohl den Zweifeln als auch den Begründungen nach und diskutiere diese aus linguistischer, soziologischer, biologischer und philosophischer Perspektive.

Unter Rückgriff auf theoretische Konzepte der späten 1960er Jahre, zu nennen wären z.B. der Konstruktivismus und die Sprechakttheorie, behaupten die Gender Studies, den Kategorien unseres Bewusstseins entspreche keinerlei Realität, sie seien allesamt historisch, sozial oder diskursiv konstruiert.
Der Genderfeminismus behauptet nun, dass nicht nur die uns umgebende Realität eine Illusion sei, sondern auch wir selbst, unsere Körper und unser Geschlecht. In der Realität gebe es unser Geschlecht also genau so wenig wie uns selbst. Beides sei konstruiert.
In meinem Text stelle ich dar, dass dieser selbstreferentielle Denkansatz zu einem in sich geschlossenen theoretischen Konstrukt führt, das sich gegen jegliche Kritik immunisiert. Zugleich konstituiert es eine Community, die sich als gnostische Elite begreift und sektenhaft auftritt. Am Ende komme ich zu dem Ergebnis, dass es sich bei jener Strömung innerhalb der Gender Studies, die den öffentlichen Genderdiskurs dominiert, um identitätslinken Populismus mit quasireligiösen Zügen handelt, der strukturell jenem Rechtspopulismus nahesteht, in dem er zugleich sein Feindbild findet.

(ca. 135 Seiten, 15,90 €, ISBN 978-3-8440-7124-5)

© Martin Elsbroek 2020